Grafikkarte 2026: Jetzt kaufen oder auf RTX 60 warten?
RTX 60 und RDNA 5 haben kein festes Consumer-Datum. Was bestätigt ist, wo sich Leaker widersprechen, und wann du 2026 trotzdem kaufst

Du planst 2026 eine neue Grafikkarte und hörst gleichzeitig RTX 60, Rubin, RDNA 5 und Radeon 10000. Die eine Seite sagt: warte, die nächste Generation kommt 2027 und macht aktuelle Karten alt. Die andere Seite sagt: kauf jetzt, weil niemand ein festes Datum bestätigt hat und die Preise eher steigen als fallen. Beide haben ein Stück Recht, nur nicht für dieselbe Situation. Dieser Artikel beantwortet genau eine Frage: Sollst du 2026 eine aktuelle Karte nehmen, oder bewusst warten? Analog zur CPU-Frage in AMD Zen 6: Jetzt kaufen oder warten? geht es hier um den Zeitplan, nicht um eine zweite Bestenliste. Street-Preise und die 5090-Jagd gehören in andere Artikel. Du bekommst eine Tabelle, die Bestätigt, Leak und Widerspruch trennt, plus einen Entscheidungsbaum, den du in fünf Minuten auf dein Setup legen kannst.
Kurz-Antwort für Eilige
Brauchst du 2026 eine Grafikkarte, kauf eine aktuelle. Nvidia hat kein Consumer-Datum für RTX 60 genannt. AMD hat keine RDNA-5-Roadmap für den Laden bestätigt. Die seriösesten Leaks widersprechen sich: ein Lager sagt erstes Halbjahr 2027, das andere 2028. Bis dahin bleiben Blackwell und RDNA 4 das Angebot. Nur wenn deine jetzige Karte noch ruhig 1440p oder 4K hält, ist Warten eine echte Option, nicht die Standardantwort.
Was überhaupt als Nächstes kommen soll
RTX 60 ist der inoffizielle Sammelname für Nvidias nächste Consumer-Generation nach Blackwell (RTX 50). In der Gerüchteküche heißt die Architektur Rubin. AMD spricht intern über RDNA 5, im Handel kursiert schon Radeon 10000. Keines dieser Labels hat Nvidia oder AMD 2026 mit Modellnamen, Preisen oder einem Verkaufsstart für Spieler bestätigt. Wer dir ein festes Launch-Monat nennt, zitiert Leaker, keine Pressemitteilung.
Das ist der erste Denkfehler beim Warten: Du wartest nicht auf ein bestätigtes Produkt. Du wartest auf eine Generation, deren Consumer-Teil noch zwischen zwei unvereinbaren Zeitplänen hängt. Server- und KI-Chips laufen parallel und bekommen die Kapazität zuerst. Genau dieser Druck erklärt, warum die RTX 5090 im Laden knapp bleibt. Die Jagd nach genau dieser Karte ist ein eigener Job, siehe RTX 5090 ausverkauft: Alternativen 2026. Hier geht es um die Generation danach, nicht um eine einzelne SKU.
Zeitplan: Bestätigt, Leak, Widerspruch
Die CPU-Warten-Frage hat wenigstens eine offizielle AMD-Bestätigung für Zen 6. Bei Grafikkarten fehlt genau das. Deshalb gehört der Zeitplan nicht in eine Launch-Liste, sondern in eine Trennung: Was steht fest, was behaupten Leaker, wo widersprechen sie sich. Stand 18. September 2026 sieht das so aus.
| Thema | Bestätigt | Leak | Widerspruch |
|---|---|---|---|
| RTX 60 Consumer-Start | Nvidia hat kein Datum genannt | MLID: erstes Halbjahr 2027, inklusive 6090 | Kepler_L2: 2028, nennt den 2027-Plan falsch |
| RDNA 5 / Radeon 10000 | Keine AMD-Consumer-Roadmap für 2026 oder 2027 | Boardpartner im Juni: Mitte 2027 bis früh 2028 | Kepler_L2: 2027 nur AT2, der Rest 2028 |
| RTX 50 Super | Nicht angekündigt | Partner hatten Muster, Launch on hold wegen 3-GB-GDDR7 | CES-2027-Gerücht gegen unbefristeten Hold |
| Neue Consumer-Generation 2026 | Fakt: es kommt 2026 keine neue Generation | Blackwell und RDNA 4 bleiben das Ladenangebot | Offener Punkt ist 2027 gegen 2028, nicht 2026 |
Lies die Tabelle von links nach rechts. Die linke Spalte ist das einzige, worauf du einen Kauf stützen kannst. MLID (Moore's Law Is Dead) hat 2027 inklusive einer 6090 als freigegeben beschrieben. Kepler_L2 hat das Mitte September 2026 bei AnandTech zurückgewiesen: nächstes Jahr nur die AT2, alles andere 2028. PCGH, Igor's Lab, TechSpot, Club386 und Fudzilla haben den Widerspruch aufgegriffen, nicht aufgelöst. Solange beide Lager stehen, ist "kommt 2027" keine Planungsgröße, sondern eine Wette.
Zwei Leaker, ein offenes Jahr
MLID und Kepler_L2 haben beide in der Vergangenheit Treffer gelandet. Deshalb gewinnt hier nicht der Lautere. Gewonnen hat nur der Fakt, dass Nvidia und AMD 2026 kein Consumer-Datum gesetzt haben. Für deine Entscheidung reicht das: Du kannst 2026 nicht auf ein bestätigtes Nachfolgeprodukt warten, höchstens auf ein Gerücht mit Plusminus zwölf Monaten.
Was die RTX 50 Super mit deinem Warten zu tun hat
Ein zweites Gerücht hängt am selben Nagel: eine RTX-50-Super-Auffrischung noch vor der 60er-Generation. Partner sollen Muster gesehen haben. Der Launch gilt in denselben Berichten als gestoppt, weil 3-GB-GDDR7-Bausteine zu teuer geworden sind. Ein CES-2027-Fenster kursiert, ein festes Nvidia-Datum nicht. Super wäre eine Refresh-Serie in derselben Generation, kein Architektur-Sprung wie RTX 60.
Für dich heißt das: Selbst das kleinere Upgrade ist unsicher. Wer "ich warte auf Super, dann ist 60 auch nicht mehr weit" sagt, stapelt zwei unbestätigte Termine. Wenn Super ausfällt oder in den frühen 2027er-Kalender rutscht, bleibt die aktuelle 50er- und 9000er-Serie länger das, was du im Laden wirklich bekommst. Warten auf Super ist deshalb keine konservative Strategie. Es ist eine zweite Wette auf denselben Lieferengpass.
Zwei Lager, beide mit einem wahren Kern
Die Warte-Fraktion argumentiert sauber, solange sie bei der Hardware bleibt: Eine neue Architektur kann Raster, Raytracing und KI-Upscaling noch einmal verschieben. Wenn Rubin und RDNA 5 wirklich 2027 kommen und dann auch lieferbar sind, kaufst du heute eine Karte, die ein Jahr später die Vor-Generation ist. Das gilt besonders, wenn deine aktuelle GPU noch keine Schmerzen macht.
Die Kauf-Fraktion hat den Kalender und den Markt. Zwischen September 2026 und einem möglichen Consumer-Start liegen zwölf bis vierundzwanzig Monate. In dieser Zeit spielst du mit der Karte, die du hast, oder du spielst gar nicht. Gleichzeitig zieht die KI-Nachfrage Silizium und Speicher. Street-Preise erklärt der eigene Artikel Grafikkarten-Preise 2026 erklärt, inklusive warum "einfach ein halbes Jahr warten, dann wird es billiger" 2026 oft nicht greift. Die Speicherkrise bei RAM, SSD und GPU-Speicher ist derselbe Hintergrund, nur als Querschnitt, nicht als GPU-Kaufregel.
Steam zeigt, welches Lager gerade handelt. In der Hardware-Umfrage vom August 2026 liegt die RTX 5070 bei 3,77 Prozent, die RTX 5060 bei 3,16 Prozent. Bei AMD führt die RX 9070 XT die diskreten Karten mit 1,46 Prozent an. Das sind keine Launch-Peaks von gestern, das sind Leute, die 2026 kaufen, weil sie spielen wollen. Eine Generation, die im Survey so landet, ist kein Auslaufmodell, auf das niemand mehr Geld legt.
Entscheidungsbaum: kaufen oder warten
Lege deine Situation auf eine der fünf Zeilen. Die Tabelle oben sagt dir, was unklar ist. Diese Liste sagt dir, was du trotzdem tun kannst.
Du baust 2026 einen neuen PC oder deine GPU ist tot: Kaufen. Ein Jahr ohne Karte ist teurer als "die nächste Generation wäre schneller gewesen". Nimm eine lieferbare 50er oder 9000er.
Du sitzt auf einer 3070-Klasse oder älter und leidest schon jetzt in aktuellen Titeln: Kaufen. Warten verlängert genau den Zustand, den du loswerden willst. Eine RTX 5070 Ti oder RX 9070 XT holt dich aus 1080p-Kompromissen und füllt 1440p, ohne dass du auf 2028 spekulierst.
Deine 4070, 4070 Super, 7800 XT oder besser hält 1440p oder 4K noch ruhig: Warten ist erlaubt. Du verschenkst keine Spielzeit, du verschiebst nur ein Upgrade, das keinen Schmerz lindert.
Du jagst speziell eine RTX 5090: Das ist keine Generationsfrage. Verfügbarkeit, Aufpreis und ehrliche Alternativen liegen im 5090-Artikel, nicht in diesem Zeitplan.
Du glaubst "nächste Gen ist immer die bessere Rechnung": Falsche Regel. Die bessere Rechnung ist: brauche ich die Karte in den nächsten zwölf Monaten, und bleibt der Preis bis 2027 überhaupt freundlicher? Oft bleibt er das nicht.
Die teure Warte-Falle
Warten lohnt sich nur, wenn zwei Dinge gleichzeitig stimmen: Dein aktuelles Bild ist gut genug, und das Nachfolgeprodukt kommt in einem Fenster, das du erträgst. Fehlt eines von beiden, kaufst du später trotzdem eine 50er oder 9000er, nur zu einem Preis, der durch Speicher und KI nicht automatisch gefallen ist. Dann hast du zwölf Monate Performance liegen gelassen und nichts gespart.
Wenn die Regel "kaufen" lautet: welche Klasse
Dieser Artikel besitzt keine Bestenliste. Die besitzt Beste Grafikkarten 2026. Hier nur die Klassen, an denen die Warte-Frage 2026 tatsächlich hängt. Für 1440p mit Reserve und 16 GB Speicher ist die RTX 5070 Ti im Test die ehrliche Nvidia-Antwort, wenn du Frame Generation und die Nvidia-Features willst. Auf der AMD-Seite ist die RX 9070 XT im Test die Karte, die Raster-Leistung und 16 GB ohne Ti-Aufpreis liefert.
Darunter bleiben 5070 und 9070 die Mittelklasse, wenn das Budget enger ist und 1440p High statt Ultra reicht. Die 8-GB-Einstiegskarten der 50er-Serie sind 2026 die unruhigere Wette, nicht weil 2028 etwas Schnelleres kommt, sondern weil VRAM in aktuellen Titeln schon heute drückt. Wer 4K nativ will, landet bei 5080-Klasse oder höher und muss die 5090-Verfügbarkeit als eigenes Risiko behandeln, nicht als Generationsargument.
Platziert du die Karte in einem kompletten Rechner, zählt mehr als die GPU allein. CPU, Netzteil und Gehäuse müssen zur Wattzahl und zur Länge passen. Im Konfigurator siehst du das live, inklusive aktueller Preise. Genau dafür ist der CTA unten da: nicht für eine zweite Produktgalerie in diesem Text.
Warum GPU-Warten härter ist als CPU-Warten
Bei Zen 6 bleibt der AM5-Sockel. Wer 2026 einen 9800X3D baut, tauscht später oft nur die CPU. Eine Grafikkarte hat diesen Pfad nicht. Die Karte, die du 2026 kaufst, bleibt die Karte, bis du sie komplett ersetzt. Deshalb fühlt sich GPU-Warten teurer an. Gleichzeitig ist genau das der Grund, warum du die Warte-Entscheidung nicht mit der CPU-Entscheidung vermischen sollst. AM5 verzeiht einen frühen Kauf. PCIe-x16 verzeiht ihn auch, aber du zahlst die volle Karte noch einmal, wenn 60er oder RDNA 5 dann wirklich im Laden stehen.
Praktisch: Brauchst du 2026 beides, CPU und GPU, kauf beides jetzt. Ein halbfertiger Rechner mit alter Grafikkarte und neuer CPU löst die meisten 1440p-Limits nicht. Brauchst du nur die GPU und deine CPU ist schon eine aktuelle X3D, gilt derselbe Entscheidungsbaum wie oben. Die Zen-6-Frage bleibt dann eine CPU-Frage, nicht der Grund, den ganzen PC ein Jahr zu schieben.
Fazit: 2026 ist ein Kaufjahr, kein Wartejahr
RTX 60 und RDNA 5 können 2027 kommen. Sie können 2028 kommen. Sie können zuerst als Rechenzentrums-Chip existieren und im Laden Monate später auftauchen. Keine dieser Varianten ändert den September 2026: Es gibt keine bestätigte Consumer-Generation, auf die du einen Kauf sauber verschieben kannst. Wer jetzt eine Karte braucht, kauft Blackwell oder RDNA 4. Wer jetzt keine braucht, weil 4070-Klasse oder besser noch trägt, wartet in Ruhe und schaut erst wieder hin, wenn Nvidia oder AMD ein Datum in eine Keynote schreiben, nicht ein Leaker in einen Thread.
Häufig gestellte Fragen
Wann kommt die RTX 60 offiziell?▼
Das hat Nvidia nicht gesagt. MLID nennt das erste Halbjahr 2027, Kepler_L2 nennt 2028. Solange beide stehen und Nvidia schweigt, ist jedes konkrete Monat eine Spekulation. Für 2026 heißt das: Es kommt keine neue Consumer-Generation in den Laden.
Kommt RDNA 5 früher als RTX 60?▼
Unklar. Boardpartner haben Mitte 2027 bis früh 2028 genannt. Kepler_L2 sieht 2027 nur die AT2 und den Rest 2028. AMD hat das für Spieler nicht terminiert. Du kannst AMD nicht als sicheren früheren Ausweg gegen Nvidia planen.
Lohnt sich Warten auf eine RTX 50 Super?▼
Nur wenn deine aktuelle Karte noch reicht. Super ist in den Berichten ein Refresh, kein Architektur-Sprung, und der Launch gilt als on hold, weil 3-GB-GDDR7 zu teuer wurde. Ein CES-2027-Fenster ist ein Gerücht, kein Nvidia-Termin. Zwei unbestätigte Termine hintereinander sind keine Kaufstrategie.
Ich habe eine RTX 4070. Soll ich auf RTX 60 warten?▼
Ja, wenn 1440p bei dir noch ruhig läuft und du keinen Sprung nach 4K erzwingen willst. Die 4070 ist genau die Klasse, in der Warten erlaubt ist, weil du keine Spielzeit verschenkst. Wird dasselbe Setup in neuen Titeln unangenehm, kauf eine aktuelle 16-GB-Karte statt weiter auf 2028 zu spekulieren.
Wird die nächste Generation automatisch günstiger?▼
Nein. Neue Generationen starten oft teurer, und 2026 ziehen Speicher und KI-Nachfrage gegen fallende Street-Preise. Wer nur wartet, weil "danach wird alles billiger", verwechselt 2020er-Logik mit dem aktuellen Markt. Die Preis-Logik steht im Preis-Artikel, nicht in diesem Zeitplan.
Gaming-PC mit aktueller Grafikkarte konfigurieren
Wenn die Regel kaufen lautet, siehst du im Konfigurator live, welche 50er oder 9000er gerade lieferbar ist und welche CPU dazu passt.
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