Odyssey G9 Test: 57-Zoll-Neo gegen das 49-Zoll-OLED
Neo G9 mit 57 Zoll, OLED G9 mit 49 Zoll und OLED G8 mit 34 Zoll, von 645,89 bis 1.489 Euro.
Beim teuren Odyssey geht es nicht um die Marke, sondern um die Form. Der Neo G9 mit 57 Zoll legt zwei 4K-Bilder nebeneinander, der OLED G9 mit 49 Zoll legt zwei WQHD-Bilder nebeneinander, und der OLED G8 mit 34 Zoll bleibt ein breiter 21:9-Monitor. Aktuell kosten sie 645,89 Euro, 885,50 Euro und 1.489 Euro. Du siehst, welches Bild wie breit ist, welches Panel schwarz kann und welche Grafikkarte das überhaupt füllt.
Kurz gesagt
Für das beste Bild auf noch vertretbarer Breite nimm den OLED G95SD mit 49 Zoll für 885,50 Euro. Der 34-Zoll-OLED G8 für 645,89 Euro ist die Wahl, wenn 120 Zentimeter Bildfläche nicht auf den Tisch passen. Der Neo G9 mit 57 Zoll für 1.489 Euro ist ein Mini-LED, kein OLED, und rund 1394 Zentimeter breit.
Die drei Premium-Modelle nebeneinander
Die Breite in der Tabelle ist die Bildfläche, aus Diagonale und Auflösung gerechnet, ohne den Standfuß. Beim G95SD liegt die Herstellerangabe daneben und trifft dieselbe Zahl. Die ganze Odyssey-Reihe vom günstigen G5 bis hierher steht im Samsung Gaming-Monitor.
| Modell | Größe | Bildpunkte | Panel | Hertz | Bildbreite | Preis |
|---|---|---|---|---|---|---|
| OLED G8 | 34 Zoll | 3440 × 1440 | OLED | 175 Hz | 797 cm | 645,89 € |
| G91F | 49 Zoll | 5120 × 1440 | VA | 144 Hz | 1198 cm | 649,90 € |
| OLED G95SD | 49 Zoll | 5120 × 1440 | OLED | 240 Hz | 1198 cm | 885,50 € |
| Neo G95NC | 57 Zoll | 7680 × 2160 | VA, Mini-LED | 240 Hz | 1394 cm | 1.489 € |
Neo G9 mit 57 Zoll: zweimal 4K
Der Neo G95NC kostet 1.489 Euro. Die Auflösung ist 7680 × 2160. Das sind genau zwei 4K-Bilder nebeneinander, denn 4K ist 3840 × 2160. Die Bildfläche ist rund 1394 Zentimeter breit. Ein normaler Schreibtisch von 120 oder 140 Zentimetern reicht dafür nicht, du brauchst einen Tisch, der den Monitor und noch etwas Luft an den Seiten trägt.
Das Panel ist VA, nicht OLED. Dahinter sitzt eine Mini-LED-Beleuchtung, bei Samsung Quantum Mini LED genannt: viele kleine Leuchten, die zonenweise dunkler werden. Der Kontrast ist damit höher als bei einem normalen LCD, das Schwarz eines OLED erreicht es nicht. Die Krümmung ist 1000R, also ein starker Bogen mit einem Meter Radius. 240 Hertz sind die Obergrenze des Panels. Ob deine Grafikkarte die auch füllt, ist eine andere Frage und steht weiter unten.
Anschlüsse: drei HDMI, ein DisplayPort und zwei USB-3.0-Buchsen. Drei HDMI sind praktisch, wenn Konsole und zwei Zuspieler gleichzeitig stecken bleiben sollen. Ob die Buchsen HDMI 2.1 sind und damit 4K bei 120 Hertz von der Konsole tragen, prüfst du am Karton. Was die Versionen können, erklärt HDMI, DisplayPort und USB-C.
OLED G9 mit 49 Zoll: zweimal WQHD
Der G95SD kostet 885,50 Euro und ist 49 Zoll groß. 5120 × 1440 Bildpunkte sind zwei WQHD-Bilder nebeneinander, WQHD ist 2560 × 1440. Die Bildfläche ist 1198 Zentimeter breit, die Herstellerangabe liegt bei 1195 Millimetern. Mit Stand ist er 529 Millimeter hoch und 237 Millimeter tief. Er wiegt 12,6 Kilogramm.
Das Panel ist OLED, jedes Pixel leuchtet selbst, und die Angabe zur Reaktionszeit lautet 0,03 Millisekunden. 240 Hertz und eine entspiegelte Oberfläche (Glare Free) stehen am Gerät. Er ist als mit Nvidia G-Sync kompatibel geführt. G-Sync hält die Bildrate der Grafikkarte und die Hertz-Zahl des Monitors zusammen, damit das Bild nicht reißt. Anschlüsse: vier HDMI, ein DisplayPort und USB-C. Vier HDMI sind der konkrete Unterschied zum günstigeren G93SD derselben Klasse, den der Samsung-Überblick führt.
Ein OLED kann ein feststehendes Bild mit der Zeit einbrennen, zum Beispiel eine Taskleiste. Wie du das klein hältst, steht in OLED-Einbrennen erklärt. Der G95SD ist gebogen. Den engen Radius 1000R hat der Neo G9, der G95SC ist mit 1800R flacher gebogen. Wie sich das anfühlt, zeigt Curved gegen Flat.
OLED G8 mit 34 Zoll: wenn 49 Zoll nicht passen
Der G85SD, Modell LS34DG850SU, kostet 645,89 Euro. 34 Zoll, 3440 × 1440 Bildpunkte, 175 Hertz, QD-OLED, gebogen. Die Bildfläche ist rund 797 Zentimeter breit. Das ist ein 21:9-Bild, kein 32:9. Du drehst den Kopf weniger als vor dem G9, und der Monitor ersetzt keinen zweiten Bildschirm so radikal wie die 49 Zoll.
Anschlüsse sind zwei HDMI, ein DisplayPort und zwei USB. Die Reaktionszeit ist auch hier mit 0,03 Millisekunden angegeben. Gegen den 32-Zoll-OLED mit 4K, den der Samsung-Artikel führt, ist das hier die breite Variante und nicht die scharfe 16:9-Variante. Wer 21:9 noch höher auflösen will, also 5120 × 2160, landet bei den 5K2K-Ultrawides. Das ist eine andere Zeilenzahl als die 1440 Zeilen des G8.
Dieselbe 49-Zoll-Auflösung ohne OLED
Der G91F zeigt dieselben 5120 × 1440 Bildpunkte auf 49 Zoll, aber auf einem VA-Panel mit 144 Hertz und 1000R. Er kostet 649,90 Euro, das sind 236 Euro weniger als der OLED G95SD. DisplayHDR 600 ist die HDR-Stufe, die an diesem Modell steht. Er wiegt 15,6 Kilogramm, der OLED G95SD 12,6 Kilogramm.
VA hält das Schwarz über eine Hintergrundbeleuchtung, OLED schaltet einzelne Pixel aus. In dunklen Spielen siehst du den Unterschied, in hellen Shooter-Szenen vor allem die Hertz-Zahl: 144 gegen 240. Wenn du die Breite willst und das OLED-Bild nicht brauchst, ist der G91F die ehrliche Ecke. Den älteren VA-G95C mit 240 Hertz gegen einen anderen 49-Zoll-OLED setzt dieser Vergleich nebeneinander, nicht dieser Test.
Lautsprecher, Krümmung und der Ton beim Spielen
Lautsprecher sind beim G95SC dabei, das steht so am Gerät, zusammen mit einer Fernbedienung. Er kostet 939,86 Euro, hat ebenfalls 49 Zoll, 5120 × 1440, 240 Hertz und OLED, und er ist mit 1800R gebogen. 1800R ist ein größerer Radius als 1000R, der Bogen ist also flacher und für Texte angenehmer, für die Immersion weniger stark. Zum Spielen nimmst du trotzdem ein Headset. Monitorlautsprecher tragen in einem Shooter nicht, und das Mikrofon fehlt ihnen.
Welche Grafikkarte den G9 füllt
Der 49-Zoll-OLED hat 7.372.800 Bildpunkte, 4K hat 8.294.400. Der G9 mit 49 Zoll ist für die Grafikkarte also etwas leichter als 4K, obwohl er viel breiter wirkt. Der 57-Zoll-Neo hat 16.588.800 Bildpunkte, genau doppelt so viele wie 4K, und das bei bis zu 240 Hertz. Eine Karte, die 4K flüssig schafft, hat auf dem 49-Zöller Luft und auf dem 57-Zöller oft keine, sobald du die vollen 240 Hertz willst.
In der Praxis stellst du den 57-Zöller dann auf eine niedrigere Auflösung oder auf weniger Hertz, das Panel kann die Zahl, die Karte muss sie liefern. Welche Karten 4K heute tragen, steht bei den besten Grafikkarten für 4K. Für den 34-Zoll-G8 mit 3440 × 1440 reicht eine Klasse darunter, weil dort weniger Bildpunkte anliegen als bei 4K.
Was du mit der Breite wirklich machst
Ein 32:9-Bild ist kein größerer 16:9-Monitor. Viele Spiele können das Format, manche setzen links und rechts schwarze Balken oder ziehen das Bild unschön in die Breite. Der sinnvolle Aufbau ist oft ein anderes: Das Spiel läuft in der Mitte auf 21:9 oder 16:9, und an den Seiten bleiben Discord, eine Karte oder der Browser stehen. Dafür ist der 49-Zoll-OLED gebaut. Du siehst die Seiten, ohne den Stuhl zu drehen.
Beim Neo G9 mit rund 1394 Zentimetern Bildfläche rutschen diese Seiten weiter nach außen. Für eine Rennsimulation oder einen Flugsimulator ist das genau der Reiz, weil die Kurve das seitliche Blickfeld füllt. Für einen Shooter, in dem du die Minikarte in der Ecke brauchst, wird es anstrengend, weil die Ecke weit weg vom Fadenkreuz sitzt. Dann ist der 34-Zoll-OLED der ehrlichere Monitor, nicht der größere.
Am Schreibtisch zählt auch die Tiefe. Ein 1000R-Bogen kommt auf dich zu, der Standfuß braucht Platz nach hinten, und du sitzt näher als vor einem flachen 27-Zöller. Stell einen Karton in der Breite auf den Tisch, bevor du bestellst. 80 Zentimeter für den G8, 120 für den 49-Zoll-G9, 140 für den 57-Zöller, jeweils nur die Bildfläche.
Mini-LED gegen OLED
OLED ist die einfachere Bildqualität in dunklen Szenen. Ein Pixel, das aus ist, ist schwarz, nicht dunkelgrau. HUD-Elemente und die Taskleiste stehen dafür stundenlang an derselben Stelle, und genau das ist das Einbrenn-Risiko. Wenn du den Monitor auch als Arbeitsbildschirm mit festen Fenstern nutzt, ist das der Punkt, den du vorher gelesen haben solltest.
Der Neo G9 mit 57 Zoll geht den anderen Weg. Das VA-Panel wird von Mini-LEDs beleuchtet, die in Zonen dimmen. Helle Explosionen bleiben hell, und ein festes Symbol brennt sich nicht in der gleichen Weise ein. Dafür kann um helle Objekte auf schwarzem Grund ein Hof entstehen, weil eine Zone größer ist als ein Pixel. Du zahlst dafür 1.489 Euro und bekommst die doppelte 4K-Fläche, nicht das OLED-Schwarz des G95SD.
Der G91F ist die dritte Stufe auf denselben 5120 × 1440 Bildpunkten: VA ohne Mini-LED, 144 Hertz, 236 Euro unter dem OLED. Er ist der Monitor, wenn du die Breite zum Arbeiten und für Story-Spiele willst und die letzte Bildstufe nicht brauchst. Zwischen diesen drei Stufen liegt die eigentliche Kaufentscheidung, nicht zwischen zwei OLED-G9, die sich vor allem bei den Anschlüssen unterscheiden.
PC, Konsole und der zweite Rechner
Die vielen HDMI-Buchsen sind kein Schmuck. Am G95SD stecken vier HDMI, am Neo G9 drei, plus jeweils ein DisplayPort. Der übliche Aufbau ist DisplayPort vom PC, damit die hohe Hertz-Zahl ankommt, und HDMI von der Konsole. Die Konsole füllt das 32:9-Bild nicht als natives Format. Du bekommst ein 16:9-Bild in der Mitte oder ein gestrecktes Bild, je nach Spiel. Wer hauptsächlich an der PS5 spielt, ist mit einem 4K-Monitor in 16:9 besser bedient als mit einem G9.
USB am Monitor ist ein kleiner Hub. Tastatur und Headset bleiben stecken, wenn du den Rechner tauschst, und du ziehst nur das eine Kabel zum PC. Der G95SD hat dafür USB-C, der Neo G9 zwei USB-3.0-Buchsen. Das ersetzt kein Dock mit Laden fürs Notebook, es spart Kabel am Tisch. Wenn du den Monitor vor allem zum Arbeiten in zwei Fenstern willst und abends ein Spiel startest, trägt der 49-Zoll-OLED diese Mischung besser als der 57-Zöller, weil die Fenster noch im Blick bleiben, ohne dass du den Kopf auf eine lange Reise schickst. Der 57-Zöller lohnt sich, wenn das Spiel selbst die ganze Breite nutzt und der Tisch das Maß hergibt.
Welches Premium-Modell zu dir passt
Breites OLED-Bild, Tisch ab etwa 140 Zentimetern: G95SD für 885,50 Euro.
Dieselbe Breite, weniger Geld, VA reicht dir: G91F für 649,90 Euro.
Der Tisch ist schmaler: OLED G8 mit 34 Zoll für 645,89 Euro.
Du willst das größte Bild und akzeptierst Mini-LED statt OLED: Neo G9 mit 57 Zoll für 1.489 Euro.
Lautsprecher sollen im Monitor sitzen: G95SC für 939,86 Euro, mit 1800R.
Miss den Tisch, bevor du den 57-Zöller bestellst
Die Bildfläche des Neo G9 ist rund 1394 Zentimeter breit, die des 49-Zoll-OLED rund 1198 Zentimeter. Dazu kommt der Standfuß, der noch etwas über die Bildfläche hinausragt. Wenn der Tisch das nicht hergibt, ist der 34-Zoll-OLED der passende Rückzug, nicht ein kleinerer G5.
Häufig gestellte Fragen
Welcher Samsung Odyssey G9 ist der beste?▼
Für die meisten ist es der OLED G95SD mit 49 Zoll und 240 Hertz für 885,50 Euro. Der Neo G9 mit 57 Zoll für 1.489 Euro ist größer, aber ein Mini-LED und kein OLED. Der G91F zeigt dieselbe Auflösung wie der OLED auf VA und kostet 236 Euro weniger.
Hat der Samsung Odyssey G9 OLED?▼
Der G95SD ja, für 885,50 Euro. Der Neo G9 mit 57 Zoll nicht, der ist VA mit Mini-LED-Beleuchtung. Der G91F mit 49 Zoll ist ebenfalls VA, für 649,90 Euro.
Wie groß ist der Samsung Odyssey G9?▼
Der OLED G95SD und der G91F haben 49 Zoll und eine Bildfläche von rund 1198 Zentimetern. Der Neo G9 hat 57 Zoll und rund 1394 Zentimeter Bildfläche. Der OLED G8 hat 34 Zoll und rund 797 Zentimeter.
Hat der Samsung Odyssey G9 Lautsprecher?▼
Der G95SC hat Lautsprecher, sie sind Teil dieses Modells, für 939,86 Euro. Zum Spielen nimmst du trotzdem ein Headset, weil der Ton aus dem Monitor in einem lauten Spiel untergeht.
Welche Auflösung hat der Samsung Odyssey Neo G9?▼
Der Neo G95NC mit 57 Zoll zeigt 7680 × 2160 Bildpunkte bei 240 Hertz. Das sind zwei 4K-Bilder nebeneinander. Der 49-Zoll-G9 zeigt 5120 × 1440, also zwei WQHD-Bilder.
Welche Grafikkarte brauche ich für den Odyssey G9?▼
Der 49-Zoll-OLED hat weniger Bildpunkte als 4K, der 57-Zoll-Neo hat doppelt so viele wie 4K. Eine Karte für flüssiges 4K trägt den 49-Zöller, am 57-Zöller mit 240 Hertz stößt sie eher an ihre Grenze.
Passend zum Monitor den PC zusammenstellen, Kompatibilität wird geprüft.
Eigenen Gaming-PC konfigurieren






