AMD Adrenalin: mehr FPS einstellen 2026
HYPR-RX, AFMF, Anti-Lag und Chill – welche Schalter wirklich helfen und welche du besser auslässt

Du hast eine Radeon-Karte und willst mehr FPS – ohne neue Hardware. AMD bündelt dafür in der Adrenalin-Software eine ganze Reihe Schalter: HYPR-RX, AFMF, Anti-Lag, Boost, Chill, RSR. Manche davon bringen in AAA-Titeln spürbar mehr Bilder, andere kosten nur Latenz oder machen das Bild weich. Dieser Guide ist die AMD-Seite zu unserem NVIDIA-Setup-Guide: Schritt für Schritt, ohne Marketing-Superlative, mit klarer Trennung zwischen kompetitivem Gaming und Singleplayer.
Kurz gesagt
Competitive: Anti-Lag an, AFMF und Boost aus, FPS knapp unter der Monitor-Hertz deckeln. Singleplayer: HYPR-RX oder FSR 4 im Qualitätsmodus, AFMF nur wenn deine Basis-FPS schon stabil über ~60 liegen. Nie alle Schalter global auf Maximum – pro Spiel profilieren.
Adrenalin aktuell halten und das Overlay verstehen
Öffne AMD Software: Adrenalin Edition und prüfe unter Updates, ob du den aktuellen Game-Ready-Stand hast. Alte Treiber kennen AFMF 2.1 oder FSR 4 in manchen Titeln noch nicht. Danach: Gaming → Globale Grafik. Hier sitzen die Schalter, die jedes Spiel erbt – bis du ein eigenes Spielprofil anlegst.
Adrenalin über die offizielle AMD-Seite oder die App aktualisieren, nicht über Windows Update
Performance-Overlay (Strg+Shift+O) einmal aktivieren: FPS, GPU-Last, Frame Time
Pro Titel ein Profil anlegen, sobald du vom Global-Default abweichst
VSync im Spiel und in Adrenalin aus, wenn du AFMF nutzen willst
HYPR-RX: der Eine-Klick-Start – und wann er zu grob ist
HYPR-RX aktiviert in einem Profil mehrere Funktionen gleichzeitig: typischerweise AFMF 2, Radeon Super Resolution, Anti-Lag und Boost. Für einen schnellen Test in einem Singleplayer ist das in Ordnung. Für CS2, Valorant oder andere kompetitive Titel ist es oft zu grob, weil Frame Generation und dynamische Auflösung das Aim-Feeling verändern.
HYPR-RX Eco ist die Laptop-Variante: weniger Verbrauch, oft mit Chill. Auf dem Desktop bringst du mit manuellen Profilen mehr Kontrolle. AMD selbst begrenzt HYPR-RX auf RX-7000 und neuer bzw. Ryzen-7040-APUs aufwärts – ältere Karten sehen den Schalter nicht.
AFMF 2.1: mehr Bilder, aber kein Ersatz für Rohleistung
AMD Fluid Motion Frames erzeugt Zwischenbilder im Treiber – unabhängig davon, ob das Spiel FSR Frame Generation eingebaut hat. Das hebt die angezeigte Bildrate, kostet aber Input-Lag und kann bei schnellen Kameraschwenks Artefakte erzeugen. AMD empfiehlt eine solide Basis-FPS, bevor du interpolierst: grob 55+ in 1080p, eher 70+ in 1440p.
Aktivieren: Gaming → Grafik → AFMF, besser pro Spiel als global. Vollbild oder randloses Fenster, VSync aus. Anti-Lag dazu schalten, sonst fühlt sich die höhere Bildrate schwammig an. In Shootern mit Aim-Training: aus. In Cyberpunk, Open-World oder Story-Titeln: an, wenn die Basis schon flüssig ist.
AFMF ist kein kostenloses GPU-Upgrade
Liegt deine Karte schon bei 40 FPS nativ, macht Frame Generation das Bild weicher, nicht besser steuerbar. Dann zuerst Details oder Upscaling senken – oder prüfen, ob die GPU für die Auflösung reicht, etwa in der RX 9060 XT.
Anti-Lag: der Schalter, den Competitive-Spieler zuerst setzen
Radeon Anti-Lag reduziert die Warteschlange zwischen CPU und GPU. Die FPS steigen dadurch kaum, das Spiel fühlt sich aber direkter an – besonders wenn die GPU nahe 100 % Last liegt. Anti-Lag+ bzw. Anti-Lag 2 sitzt in ausgewählten Titeln tiefer im Spielcode und ist noch präziser, aber nicht überall verfügbar. Für Esports: an. Neben AFMF: ebenfalls an, um die Extra-Latenz der Frame Generation zu dämpfen.
FSR 4, RSR und Sharpening – Auflösung gegen FPS tauschen
FSR 4 ist AMDs KI-Upscaling auf RDNA4-Karten und die sauberste Variante. Liegt ein Spiel mit FSR 4 vor, nimm Qualitäts- oder Balanced-Modus statt Performance – in 1080p sind Artefakte sonst schnell sichtbar. Radeon Super Resolution (RSR) skaliert im Treiber und läuft auch in Titeln ohne FSR-Menü, sieht aber meist grober aus.
Image Sharpening um 50–80 % kann weiches Upscaling nachschärfen. Höher wirkt oft künstlich. Den technischen Vergleich zu DLSS findest du in DLSS vs. FSR – hier geht es nur darum, welchen Hebel du in Adrenalin ziehst.
Boost und Chill: zwei Schalter mit gegensätzlichem Job
Radeon Boost senkt die Auflösung dynamisch, wenn du die Kamera schnell bewegst, und zieht sie in Ruhephasen wieder hoch. Das kann FPS-Spitzen bringen, macht das Bild aber unruhig. In kompetitiven Titeln aus. In fordernden Singleplayern optional testen.
Radeon Chill deckelt die FPS, sobald wenig passiert – gut für Lärm, Wärme und Akku. In Shootern aus, sonst fühlst du den Cap. In Strategie, Simulation oder beim Streaming im Hintergrund oft sinnvoller als ein hartes VSync.
Zwei fertige Profile, die du 1:1 übernehmen kannst
| Schalter | Competitive / Esports | Singleplayer / AAA |
|---|---|---|
| HYPR-RX | Aus, manuell bleiben | Optional als Startpunkt |
| AFMF 2.1 | Aus | An, wenn Basis-FPS stimmen |
| Anti-Lag / Anti-Lag+ | An | An, besonders mit AFMF |
| FSR 4 / RSR | Nur wenn nativ nicht reicht | Qualität oder Balanced |
| Boost | Aus | Nur testen |
| Chill | Aus | Optional gegen Lärm |
| VSync | Aus, FPS-Cap knapp unter Hertz | Aus oder Adaptive |
Den FPS-Cap setzt du ideal knapp unter der Monitor-Wiederholrate – auf einem 144-Hz-Panel also 141–142. Warum hohe Hertz die CPU stärker fordern, steht in 144Hz vs. 240Hz. Die Grundlagen, was FPS überhaupt bedeuten, bleiben im FPS-Grundlagen-Ratgeber.
Enhanced Sync, VSync und der Overlay-Check
Klassisches VSync verhindert Tearing, stapelt aber Frames und erhöht die Latenz. Enhanced Sync ist AMDs Mittelweg: Es greift nur ein, wenn die FPS über der Monitor-Hertz liegen. Unter der Hertz bleibt das Bild unsynchronisiert – dann siehst du Tearing, gewinnst aber Reaktionszeit. Für Esports bleibt die bessere Kombi: VSync aus, Enhanced Sync aus, FPS-Cap knapp unter der Hertz, FreeSync am Monitor an.
Das Performance-Overlay (Strg+Shift+O) zeigt dir, ob die GPU oder die CPU das Limit ist. GPU-Last dauerhaft über 95 %: Details oder FSR. GPU-Last unter 80 % bei niedrigen FPS: oft CPU, RAM oder ein Hintergrundprozess. Frame Time sollte eine ruhige Linie sein, keine Sägezähne – die merkst du als Ruckler, auch wenn der FPS-Zähler 90 zeigt.
Fünf Adrenalin-Fehler, die FPS kosten statt bringen
HYPR-RX global für alle Spiele – in Shootern sofort wieder rausnehmen
AFMF an, obwohl die Basis unter 50 FPS liegt
VSync im Spiel und in Adrenalin gleichzeitig an, plus AFMF
Image Sharpening auf 100 % – das frisst nichts, sieht aber nach Halo aus
Alte Adrenalin-Version aus Windows Update statt dem aktuellen AMD-Paket
Integer Scaling und GPU Scaling lässt du für normale 16:9-Spiele aus. Die gehören zu Pixel-Art oder 4:3-Strecken, nicht zu einem 1440p-AAA-Titel. Radeon Image Sharpening reicht bei 60–80 %, wenn FSR oder RSR das Bild weichzeichnen.
Tuning-Tab: Undervolting statt blindem Overclock
Unter Leistung → Tuning kannst du Spannung senken, ohne den Takt zu jagen. Das macht die Karte leiser und kühler, die FPS bleiben meist gleich. Die Schritt-für-Schritt-Kurve dafür liegt im GPU-Undervolting-Guide – hier nur so viel: kleine Schritte, nach jedem Schritt 10 Minuten Lasttest, bei Absturz Spannung wieder anheben.
Software ist nicht alles
Wenn Overlay, Treiber und Profile sitzen und die FPS trotzdem hängen, liegt der Engpass oft woanders. Der Überblick ohne AMD-Spezial: FPS erhöhen 2026.
Häufig gestellte Fragen
Was bringt HYPR-RX wirklich?▼
HYPR-RX schaltet mehrere Features auf einmal scharf und eignet sich als schneller Start in Singleplayern. In kompetitiven Titeln solltest du die Funktionen einzeln setzen, weil AFMF und Boost das Aim-Gefühl verändern können.
Soll ich AFMF in Shootern aktivieren?▼
In der Regel nein. Die zusätzlichen Frames fühlen sich weicher an und erhöhen die Latenz. Für Esports bleiben Anti-Lag und ein FPS-Cap die besseren Hebel.
Funktioniert Adrenalin auf jeder Radeon-Karte?▼
Die App läuft auf den meisten aktuellen Radeon-GPUs. HYPR-RX und AFMF 2.1 brauchen RX 7000 oder neuer (bzw. passende Ryzen-APUs). Ältere Karten sehen diese Schalter nicht.
FSR 4 oder RSR – was soll ich nehmen?▼
Wenn das Spiel FSR 4 anbietet und du eine RDNA4-Karte hast, nimm FSR 4 im Qualitätsmodus. RSR ist der Treiber-Notnagel für Titel ohne FSR-Menü.
Warum sehe ich nach AFMF mehr FPS, aber das Spiel fühlt sich träge an?▼
Frame Generation erhöht die angezeigte Bildrate, nicht die Reaktionsgeschwindigkeit der Engine. Anti-Lag dazu, VSync aus, oder AFMF in dem Titel wieder deaktivieren.
Software ausgereizt? Build prüfen
Wenn Adrenalin sitzt und die FPS trotzdem nicht reichen, passt oft GPU oder CPU nicht zum Monitor – der Konfigurator zeigt kompatible Kombinationen.
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