FPS erklärt: Was sind Frames per Second und warum zählen sie?
Von 30 bis 240 FPS: Was Frames per Second wirklich bedeuten, warum höhere FPS spürbar besser sind und wie du deine FPS richtig misst.
FPS – drei Buchstaben die in jedem Gaming-Forum auftauchen. Irgendjemand beschwert sich über zu wenig FPS, jemand anderes prahlte mit 240 FPS, und du fragst dich worum es eigentlich geht. Die kurze Antwort: FPS stehen für Frames per Second – wie viele Einzelbilder dein PC pro Sekunde berechnet und anzeigt. Je mehr, desto flüssiger bewegt sich alles auf deinem Bildschirm. Dieser Ratgeber erklärt alles was du über FPS wissen musst – ohne Fachchinesisch.
FPS kurz erklärt
FPS = Frames per Second = Bilder pro Sekunde die dein PC berechnet. • 30 FPS: Minimum für spielbares Gaming (Console-Standard von früher) • 60 FPS: Flüssig und gut für die meisten Spiele • 144 FPS: Spürbar reaktiver, Standard für Competitive Gaming • 240+ FPS: Für professionelle Shooter-Spieler und High-End-Setups
Was sind FPS genau?
Stell dir einen Daumenkino-Film vor: Je mehr Seiten pro Sekunde du umblätterst, desto flüssiger wirkt die Bewegung. Gaming funktioniert genauso. Deine Grafikkarte (GPU) berechnet ständig neue Einzelbilder (Frames) und schickt sie an deinen Monitor. Bei 60 FPS passiert das 60 Mal pro Sekunde. Bei 144 FPS sind es 144 Mal. Das menschliche Auge nimmt diese Unterschiede wahr – besonders bei schnellen Bewegungen und Drehungen. Unterhalb von ~30 FPS wirkt Bewegung ruckartig (Stottern). Ab 60 FPS gilt als flüssig. Ab 144 FPS beginnt echter Competitive-Vorteil.
Warum sind FPS wichtig für Gaming?
Mehr FPS haben drei konkrete Vorteile: Weniger Input-Latenz – mit 144 FPS reagiert das Spiel auf deine Mausbewegung fast doppelt so schnell wie bei 60 FPS. Das spürst du besonders in Shootern beim Zielen. Flüssigeres Bild – schnelle Bewegungen (Umsehen in CS2, Strafing in Apex) wirken bei höheren FPS deutlich klarer, weniger verwackelt (Motion Blur). Weniger Stotterer – selbst wenn der Durchschnitt gleich ist, sorgen höhere FPS dafür dass einbrechende Frames weniger auffallen (wichtig für 1% Lows, dazu später mehr).
FPS vs. Hz (Refresh Rate) – was ist der Unterschied?
Hier liegt ein häufiges Missverständnis. FPS ist das was dein PC berechnet. Hz (Hertz) ist das was dein Monitor anzeigen kann. Ein 144Hz-Monitor kann 144 Frames pro Sekunde anzeigen – aber nur wenn dein PC auch 144 FPS liefert. Ein 60Hz-Monitor kann nur 60 FPS anzeigen, egal ob dein PC 300 FPS berechnet. Die Regel: Monitor-Hz und PC-FPS sollten ähnlich sein. Wenn du einen 144Hz-Monitor hast, lohnt es sich die Einstellungen so anzupassen dass du ~144 FPS erreichst statt bei Ultra-Qualität nur 60 FPS zu haben.
FPS und Monitor-Hz: Die richtige Kombination
60Hz Monitor → Ziel: 60 FPS stabil (Ultra-Qualität möglich) 144Hz Monitor → Ziel: 100–144 FPS (Qualität etwas reduzieren wenn nötig) 240Hz Monitor → Ziel: 200+ FPS (High-Performance-Einstellungen nötig)
Mehr dazu: 144Hz vs 240Hz Monitor Vergleich
Wie viel FPS brauche ich für welches Spiel?
Die Antwort hängt stark vom Genre ab. In Story-Spielen wie RPGs reichen 30–60 FPS problemlos. In Competitive Shootern ist jede Frame wichtig. Hier eine grobe Orientierung:
| Genre/Spiel | Minimum | Gut | Optimal |
|---|---|---|---|
| Story-RPGs (Elden Ring, Witcher) | 30 FPS | 60 FPS | 60+ FPS |
| Open-World (GTA 6, RDR2) | 30 FPS | 60 FPS | 60–90 FPS |
| Multiplayer-Shooter (Cod, BF) | 60 FPS | 100 FPS | 144+ FPS |
| Competitive Shooter (CS2, Val.) | 100 FPS | 144 FPS | 240+ FPS |
| MOBA (LoL, Dota 2) | 30 FPS | 60 FPS | 144 FPS |
| MMOs (WoW, FFXIV) | 30 FPS | 60 FPS | 60–100 FPS |
Was beeinflusst die FPS?
Mehrere Faktoren bestimmen wie viele FPS du bekommst. Die Grafikkarte (GPU) ist der wichtigste Faktor – sie übernimmt 70–80% der Bildberechnung. Der Prozessor (CPU) spielt vor allem bei CPU-lastigen Spielen und hohen FPS-Werten eine Rolle (über ~200 FPS beginnt CPU-Bottleneck häufiger). RAM-Menge und -Geschwindigkeit haben einen spürbaren Einfluss: 16 GB DDR4/DDR5 ist heute das Minimum, 32 GB empfohlen. Außerdem beeinflussen Spieleinstellungen die FPS stark: Auflösung und Texturen kosten am meisten Leistung, Schatten und Raytracing ebenfalls.
Grafikkarte (GPU): Wichtigster Faktor. Upgrade GPU zuerst für mehr FPS.
Prozessor (CPU): Wichtig bei hohen FPS (144+) und CPU-lastigen Spielen.
RAM: Minimum 16 GB, 32 GB empfohlen. Dual-Channel-Betrieb aktivieren.
Auflösung: 4K braucht ~4x mehr Leistung als 1080p.
Grafikeinstellungen: Texturen, Schatten, Raytracing kosten am meisten.
Treiber und Software: Veraltete GPU-Treiber können FPS reduzieren.
Wie messe ich meine FPS?
Es gibt mehrere Möglichkeiten die aktuellen FPS anzuzeigen: Steam Overlay (Shift+Tab, dann Einstellungen → FPS-Counter) – einfachste Methode für Steam-Spiele. MSI Afterburner + RivaTuner Statistics Server – die präziseste kostenlose Option, zeigt auch CPU/GPU-Auslastung und Temperaturen. GeForce Experience (NVIDIA) oder AMD Radeon Software – eingebaut, keine Extra-Software nötig. Task Manager (Strg+Shift+Esc) – zeigt GPU-Auslastung aber keine FPS direkt.
Was sind 1% Lows – und warum sind sie wichtiger als der Durchschnitt?
Der Durchschnitt (Average FPS) sagt dir wie viele FPS du im Mittel hast. Die 1% Lows sagen dir wie tief die FPS in den schlimmsten 1% aller Frames fallen. Beispiel: Du hast 90 FPS durchschnittlich, aber 1% Lows von nur 30 FPS – das bedeutet regelmäßige Ruckler alle paar Sekunden. Das Spielgefühl wird durch die 1% Lows mehr beeinflusst als durch den Durchschnitt. Ein Spiel mit 70 FPS Average und 55 FPS 1% Lows fühlt sich flüssiger an als eines mit 90 FPS Average und 20 FPS 1% Lows.
1% Lows optimieren
Wichtigste Maßnahmen für bessere 1% Lows:
- RAM in Dual-Channel einbauen (2 Riegel statt 1)
- Hintergrundprogramme schließen (Discord, Browser)
- Game Mode in Windows aktivieren
- XMP/EXPO-Profil für RAM im BIOS aktivieren
FPS verbessern – die wichtigsten Schritte
Wenn deine FPS zu niedrig sind, gibt es mehrere Ansätze: Zuerst die kostenlosen Optimierungen – Treiber aktualisieren, Hintergrundprogramme schließen, XMP im BIOS aktivieren, Windows Energiesparmodus deaktivieren. Dann Grafikeinstellungen anpassen – Auflösung und Schattenqualität haben den größten Einfluss auf FPS. Wenn das nicht reicht: Hardware-Upgrade prüfen – Grafikkarte zuerst, dann CPU. Den vollständigen Guide mit allen Schritten findest du im FPS erhöhen Guide 2026.
Fazit: Welche FPS sind "gut genug"?
Für Einsteiger und Story-Spieler: 60 FPS stabil sind ein ausgezeichnetes Ziel. Für Multiplayer und Online-Gaming: 100+ FPS empfohlen, 144 FPS optimal. Für Competitive Shooter (CS2, Valorant): 200+ FPS wenn möglich – der Vorteil bei 144Hz ist messbar. Das Wichtigste: Stabile FPS (gute 1% Lows) sind wertvoller als hohe Durchschnittswerte mit regelmäßigen Einbrüchen. Den passenden Gaming-PC für dein Budget und den FPS erhöhen Guide findest du hier.
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Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet FPS beim Gaming?▼
FPS steht für Frames per Second – die Anzahl der Einzelbilder die dein PC pro Sekunde berechnet und anzeigt. 60 FPS bedeutet 60 Bilder pro Sekunde. Je höher die FPS, desto flüssiger wirkt die Bewegung und desto niedriger die Input-Latenz (Zeit zwischen Mausbewegung und Reaktion im Spiel).
Wie viel FPS brauche ich für flüssiges Gaming?▼
Für entspanntes Gaming reichen 60 FPS aus. Für Online-Multiplayer und Competitive Shooter sind 100–144 FPS empfehlenswert. Unterhalb von 30 FPS wirkt das Spiel ruckartig. Der wichtigste Wert sind die 1% Lows – wenn diese stabil sind, fühlt sich das Spiel auch flüssig an.
Was ist der Unterschied zwischen FPS und Hz (Hertz)?▼
FPS ist was dein PC berechnet, Hz ist was dein Monitor anzeigen kann. Ein 144Hz-Monitor zeigt maximal 144 FPS an. Wenn dein PC nur 60 FPS liefert, zeigt auch ein 240Hz-Monitor nur 60 FPS. Idealerweise liefert dein PC ähnlich viele FPS wie die Hz-Zahl deines Monitors.
Wie messe ich meine FPS am einfachsten?▼
Für Steam-Spiele: Steam Overlay (Shift+Tab) → Einstellungen → FPS-Counter aktivieren. Alternativ: MSI Afterburner + RivaTuner (kostenlos) für detaillierte Statistiken inklusive 1% Lows, CPU/GPU-Temperaturen und -Auslastung. NVIDIA und AMD haben auch eingebaute FPS-Counter in ihren Treiber-Tools.
Was sind 1% Lows und warum sind sie wichtig?▼
1% Lows sind die tiefsten FPS-Werte der schlimmsten 1% aller Frames. Sie repräsentieren Ruckler und Einbrüche. Ein Spiel mit hohem Durchschnitt aber niedrigen 1% Lows ruckelt regelmäßig. 1% Lows verbessern: RAM in Dual-Channel, Hintergrundprogramme schließen, XMP/EXPO im BIOS aktivieren.
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