PERFORMANCE

PC schneller machen: 12 Tipps die wirklich helfen (2026)

Von kostenlosen Software-Tricks bis zu sinnvollen Hardware-Upgrades

Schneller PC mit Geschwindigkeitsanzeige
C
Configury Team
9.2.2026
1 Min. Lesezeit
10 Aufrufe

Dein PC fühlt sich langsam an? Windows braucht ewig zum Starten, Programme hängen und Spiele ruckeln? Keine Sorge – oft kannst du deinen PC mit einfachen Maßnahmen deutlich schneller machen, ganz ohne neuen Computer zu kaufen. Wir zeigen dir 12 Tipps, sortiert von kostenlos bis Hardware-Upgrade.

Kostenlose Software-Optimierungen

1. Autostart-Programme aufräumen

Viele Programme starten automatisch mit Windows und verlangsamen den Boot-Vorgang und Hintergrund-Performance. Öffne den Task-Manager (Strg+Shift+Esc) → Autostart → Deaktiviere alles, was du nicht sofort beim Start brauchst (Spotify, Discord, Steam, Adobe Update, etc.). Das allein kann den Windows-Start um 10-30 Sekunden beschleunigen.

2. Festplatte aufräumen

Eine fast volle SSD wird langsamer (weniger freie NAND-Zellen für Wear Leveling). Halte mindestens 15-20% der SSD frei. Nutze die Windows Datenträgerbereinigung (Als Administrator) um temporäre Dateien, alte Windows-Updates und Cache zu löschen. Das kann 5-20 GB freigeben.

3. Malware-Scan durchführen

Malware, Adware und PUPs (Potentially Unwanted Programs) können deinen PC massiv verlangsamen. Führe einen vollständigen Scan mit Windows Defender durch (Einstellungen → Windows-Sicherheit → Viren- & Bedrohungsschutz → Scanoptionen → Vollständig). Zusätzlich empfehlen wir einen einmaligen Scan mit Malwarebytes (kostenlose Version).

4. Treiber aktualisieren

Veraltete GPU-Treiber können die Gaming-Performance um 10-20% reduzieren. Aktualisiere regelmäßig: NVIDIA GeForce Experience oder AMD Adrenaline für GPU-Treiber, Windows Update für den Rest. Chipset-Treiber vom Mainboard-Hersteller nicht vergessen.

5. Energiesparplan auf Höchstleistung

Windows drosselt im Energiesparmodus die CPU-Leistung. Für Gaming und maximale Performance: Einstellungen → System → Energie → Höchstleistung wählen. Bei AMD-CPUs: Den AMD Ryzen High Performance Plan nutzen (wird mit dem Chipset-Treiber installiert).

6. Windows-Animationen reduzieren

Windows-Animationen (Fenster-Effekte, Schatten, Transparenz) verbrauchen Ressourcen. Für ältere PCs: Suche nach Erweiterte Systemeinstellungen → Leistungsoptionen → Für optimale Leistung anpassen. Auf modernen PCs ist der Effekt minimal, aber auf älteren Systemen spürbar.

Hardware-Upgrades (beste Investitionen)

7. HDD durch SSD ersetzen (DAS beste Upgrade)

Wenn dein Windows noch auf einer HDD (Festplatte) läuft, ist der Wechsel auf eine SSD das mit Abstand beste Upgrade, das du machen kannst. Dein PC fühlt sich an wie ein komplett neues Gerät: Windows startet in 10 statt 50 Sekunden, Programme öffnen sofort, keine Wartezeiten mehr. Eine 500 GB SSD kostet nur 30€ – das beste Preis-Leistungs-Upgrade überhaupt.

SSD-Upgrade = neuer PC für 30€

Ernst gemeint: Wenn dein PC eine HDD als Systemlaufwerk hat, wird ein SSD-Upgrade ihn mehr beschleunigen als eine neue CPU oder GPU. Es ist der größte Einzelschritt, den du für die gefühlte Geschwindigkeit tun kannst. Kein anderes Upgrade für 30€ kommt auch nur annähernd daran.

8. RAM aufrüsten

Zu wenig RAM ist ein häufiger Flaschenhals. Öffne den Task-Manager → Leistung → Arbeitsspeicher und beobachte die Auslastung beim Spielen. Wenn sie über 85% liegt, brauchst du mehr RAM. 2026 empfehlen wir mindestens 16 GB für Gaming, 32 GB für Multitasking. 8 GB ist definitiv zu wenig.

9. XMP/EXPO im BIOS aktivieren (kostenlos!)

Viele wissen es nicht: DDR4/DDR5-RAM läuft ohne XMP/EXPO deutlich langsamer als beworben. Dein DDR5-6000 Kit läuft ohne EXPO nur mit 4800 MHz! Gehe ins BIOS und aktiviere XMP (Intel) bzw. EXPO/D.O.C.P (AMD). Das bringt 10-20% mehr RAM-Performance – kostenlos.

10. GPU-Upgrade für mehr FPS

Für höhere FPS in Spielen ist die GPU das wichtigste Upgrade. Prüfe zuerst, ob die GPU der Flaschenhals ist (GPU-Auslastung im Task-Manager bei ~99% während Gaming = GPU-limitiert). Dann lohnt sich ein GPU-Upgrade. Eine neue Mittelklasse-GPU (RTX 4060 Ti, ~310€) kann die FPS verdoppeln oder verdreifachen im Vergleich zu älteren GPUs.

11. Windows neu installieren

Nach 3-5 Jahren sammelt sich unter Windows viel Ballast an: Alte Treiber-Reste, Registry-Einträge, temporäre Dateien, vergessene Programme. Eine frische Windows-Installation kann den PC merklich beschleunigen. Sichere vorher alle wichtigen Daten auf einer externen Festplatte.

12. Kühlung verbessern (gegen Throttling)

Wenn deine CPU unter Last über 90°C wird, drosselt sie automatisch (Thermal Throttling) und wird langsamer. Staub entfernen, Wärmeleitpaste erneuern oder einen besseren Kühler einbauen kann die volle CPU-Leistung wiederherstellen.

Upgrade-Prioritäten auf einen Blick

Upgrade-Priorität nach Impact und Kosten
MaßnahmeKostenImpactPriorität
SSD als Systemlaufwerk30-55€Extrem hoch⭐⭐⭐⭐⭐
XMP/EXPO aktivieren0€Hoch⭐⭐⭐⭐⭐
Autostart aufräumen0€Mittel-Hoch⭐⭐⭐⭐
RAM aufrüsten (8→16/32 GB)30-85€Hoch⭐⭐⭐⭐
Malware entfernen0€Variabel⭐⭐⭐⭐
GPU-Upgrade200-700€Hoch (Gaming)⭐⭐⭐
Windows neu installieren0€ (Zeit)Mittel-Hoch⭐⭐⭐
Kühlung verbessern0-80€Mittel⭐⭐⭐

Fazit: SSD + XMP sind die Game-Changer

Zwei Maßnahmen machen den größten Unterschied: SSD als Systemlaufwerk (falls du noch eine HDD hast) und XMP/EXPO im BIOS aktivieren (falls noch nicht geschehen). Beide zusammen kosten maximal 55€ und machen deinen PC dramatisch schneller. Alles andere sind Feintuning-Maßnahmen, die in Summe ebenfalls viel bringen können.


Häufig gestellte Fragen

Bringen PC-Cleaner-Programme etwas?
Die meisten nicht. Programme wie CCleaner oder IOBit sind bestenfalls unnötig, schlimmstenfalls installieren sie selbst Bloatware. Windows hat alle nötigen Bereinigungstools eingebaut (Datenträgerbereinigung, Storage Sense). Finger weg von Registry-Cleanern – die können mehr kaputt machen als helfen.
Soll ich meinen PC aufrüsten oder einen neuen kaufen?
Faustregeln: Ist die CPU älter als 5-6 Jahre (vor 2020)? → Neuen PC in Betracht ziehen. Ist die CPU noch halbwegs aktuell (Ryzen 5000+, Intel 12. Gen+)? → GPU-Upgrade, RAM-Upgrade oder SSD reichen meist. Ein konkreter Leistungsvergleich auf YouTube hilft bei der Entscheidung.
Hilft mehr RAM wirklich?
Nur wenn du zu wenig hast. 8 GB → 16 GB: Großer Unterschied, besonders mit vielen offenen Programmen. 16 GB → 32 GB: Spürbar bei Heavy Multitasking und einigen modernen Spielen. 32 GB → 64 GB: Nur für Spezialanwendungen (Video-Editing, Virtuelle Maschinen).
Warum ist mein neuer PC langsam?
Häufigste Ursachen bei neuen PCs: 1. XMP/EXPO nicht aktiviert (RAM läuft zu langsam), 2. GPU-Treiber nicht installiert, 3. Energiesparplan auf Ausbalanciert statt Höchstleistung, 4. Bloatware bei Fertig-PCs. Folge unsere Checkliste oben und der PC sollte deutlich schneller werden.

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