Fertig-Gaming-PC bis 1.500 Euro 2026: Was du bekommst
11 Fertig-PCs zwischen 999 und 1.499 Euro im Vergleich: worin sie sich unterscheiden und woran gespart wird.

Symbolbild, KI-generiert zur Illustration.
Du suchst einen fertigen Gaming-PC bis 1.500 Euro und willst wissen, welcher Rechner für dein Geld wirklich etwas taugt? In unserer Auswahl mit aktuellen Amazon-Preisen liegen 11 Desktop-PCs zwischen 999 und 1.499 Euro. Beim Durchsehen fällt etwas auf, das selten im Produkttitel steht: 10 von 11 nutzen den älteren DDR4-Arbeitsspeicher, 9 davon laufen auf der älteren AM4-Plattform von AMD. Eine Plattform ist die Kombination aus Prozessor-Sockel, Mainboard und Arbeitsspeicher-Typ. AM5 ist die aktuelle Plattform von AMD, AM4 die Generation davor. Nur ein einziger Rechner in diesem Preisfenster setzt auf AM5 mit dem neueren DDR5-Arbeitsspeicher. Dieser Artikel zeigt dir, was die Rechner gemeinsam haben, woran die Anbieter sparen und welcher Rechner zu welchem Anspruch passt. Die breite Liste von günstig bis extrem teuer findest du in Beste Fertig-Gaming-PCs.
Kurz-Antwort für Eilige
Willst du viel Grafikspeicher für wenig Geld, nimm den Aurum mit Core i5-12400F und Intel Arc B580 mit 12 GB für etwa 1.129 Euro. Willst du eine Nvidia-Karte und 32 GB Arbeitsspeicher, ist der SYSTEMTREFF mit RTX 5060 Ti um 1.365 Euro der Rechner, bei dem alle Angaben im Titel stehen. Willst du die neuere AM5-Plattform, gibt es in diesem Preisfenster nur den Cyberpower Wyvern um 1.289 Euro, allerdings mit 16 GB Arbeitsspeicher. Lass die Finger von Angeboten, in denen nur RTX 5060 Ti steht, ohne dass die Speichergröße der Karte genannt wird.
Was 1.500 Euro bei einem Fertig-PC heute bedeuten
Sechs der acht Rechner in der Liste unten haben denselben Prozessor: den AMD Ryzen 7 5700X mit acht Kernen. Er stammt aus dem Jahr 2022 und ist für Grafikkarten dieser Klasse keine Bremse. Die Unterschiede zwischen den Rechnern liegen deshalb woanders: in der Grafikkarte, in der Menge an Arbeitsspeicher und im Preis. Genau dort wird auch gespart, und genau dort lohnt sich der genaue Blick.
Zwei Begriffe brauchst du für den Rest des Artikels. Der Grafikspeicher (auch VRAM genannt) ist der Speicher auf der Grafikkarte selbst, nicht der Arbeitsspeicher des PCs. Er entscheidet, wie hoch du die Texturen (die Oberflächenbilder in Spielen) einstellen kannst, bevor ein Spiel ruckelt. Dazu kommt die Auflösung: Full HD oder 1080p heißt 1920 mal 1080 Bildpunkte, WQHD oder 1440p heißt 2560 mal 1440 Bildpunkte. Mehr Bildpunkte brauchen mehr Grafikleistung und mehr Grafikspeicher.
An diesen drei Stellen wird bei Fertig-PCs gespart
Kein Rechner spart überall. Die Tabelle zeigt, was im Angebot tatsächlich steht, nebeneinander. Die Preise findest du bei den Karten weiter unten, weil sie sich häufiger ändern als die Ausstattung.
| Rechner | Prozessor | Arbeitsspeicher | Grafikkarte | Grafikspeicher im Angebot |
|---|---|---|---|---|
| shinobee | Ryzen 7 5700X | 32 GB DDR4 | RTX 5060 | 8 GB |
| GameMachines Cube | Ryzen 7 5700X | 32 GB DDR4 | RX 9060 | nicht genannt |
| Aurum | Core i5-12400F | 16 GB DDR4 | Arc B580 | 12 GB |
| SYSTEMTREFF RTX 5060 | Ryzen 7 5700X | 32 GB DDR4 | RTX 5060 | 8 GB |
| Greed MK2 | Ryzen 7 5700X | 16 GB DDR4 | RTX 5060 Ti | nicht genannt |
| CYBERPOWERPC Wyvern | Ryzen 7 8700F | 16 GB DDR5 | RTX 5060 Ti | 8 GB |
| GameMachines Evolv | Ryzen 7 5700X | 32 GB DDR4 | RTX 5060 Ti | nicht genannt |
| SYSTEMTREFF RTX 5060 Ti | Ryzen 7 5700X | 32 GB DDR4 | RTX 5060 Ti | 8 GB |
1. Die Plattform: AM4 statt AM5
AM4 ist ausgereift und billig, hat aber ein Ende. Der schnellste Spieleprozessor für diese Plattform ist der Ryzen 7 5800X3D. Danach kommt nichts Neues mehr. Wer später auf eine aktuelle CPU wechseln will, tauscht Prozessor, Mainboard und Arbeitsspeicher zusammen. Wie lohnend dieser Schritt ist, steht in AM4 oder AM5 für den neuen PC. Wenn du den Rechner drei bis vier Jahre unverändert nutzt, ist AM4 in Ordnung. Wenn du später aufrüsten willst, spricht es gegen diese Rechner.
Der Cyberpower Wyvern ist die Ausnahme. Er hat einen Ryzen 7 8700F auf AM5 und DDR5-Arbeitsspeicher und kostet um 1.289 Euro. Dafür spart er an anderer Stelle: nur 16 GB Arbeitsspeicher und eine Grafikkarte mit 8 GB. Du bekommst die aktuelle Plattform, musst aber mit 16 GB Arbeitsspeicher und 8 GB Grafikspeicher leben.
2. Der Grafikspeicher: 8 GB sind die Grenze
Die RTX 5060 Ti gibt es mit 8 GB und mit 16 GB Grafikspeicher. In drei von acht Angeboten steht nicht, welche Variante verbaut ist. Das ist ein echter Unterschied, denn mit 8 GB Grafikspeicher stößt du in neuen Spielen bei hohen Texturen und in 1440p schneller an die Grenze. Wie viel Videospeicher du für welche Auflösung brauchst, steht in Wie viel VRAM brauche ich. Den Unterschied der beiden Ti-Varianten findest du im RTX-5060-Ti-Test.
Steht nur RTX 5060 Ti im Titel?
Dann frag den Verkäufer vor der Bestellung per Nachricht, ob die Karte 8 GB oder 16 GB hat, und lass dir die Antwort schriftlich geben. Ohne diese Angabe vergleichst du zwei Rechner, die auf dem Papier gleich aussehen, in Spielen aber unterschiedlich gut mit hohen Texturen zurechtkommen.
Der Aurum mit Intel Arc B580 nennt 12 GB Grafikspeicher im Titel und kostet um 1.129 Euro. Arc ist Intels Grafikkarten-Reihe. Sie ist in diesem Preisbereich günstig, reagiert aber in Tests stärker auf die Prozessor-Leistung als Nvidia-Karten. Der Core i5-12400F im Aurum ist ein Sechskerner, ein stärkerer Prozessor hilft der Karte. Was das bedeutet und für wen die B580 passt, erklärt der Arc-B580-Test. Hier ist sie die ehrlichste Antwort, wenn du für wenig Geld möglichst viel Speicher auf der Karte willst. Der Aurum mit Ryzen 7 5700X und derselben Karte stand am 24. September noch bei 1.149 Euro und am 1. Oktober bei 1.499 Euro. Bei solchen Sprüngen lohnt es sich, die Varianten desselben Anbieters nebeneinander zu legen.
3. Der Arbeitsspeicher: 16 oder 32 GB
Drei Rechner haben 16 GB Arbeitsspeicher: der Aurum, der Greed MK2 und der Cyberpower. Die anderen fünf haben 32 GB. Der Preisunterschied ist klein: Der GameMachines Evolv hat 32 GB und kostet nur etwa 50 Euro mehr als der Greed MK2 mit 16 GB und derselben Grafikkarten- und Prozessor-Klasse. Nachrüsten ist 2026 teurer als früher: Ein 32-GB-Kit DDR4 kostet im Handel ab etwa 214 Euro. Für reines Spielen reichen 16 GB noch, aber 32 GB geben dir Luft für Browser, Chat und Aufnahmen im Hintergrund. Beim Netzteil nennt fast kein Angebot die Marke oder die Watt-Zahl. Der Cyberpower mit 650 Watt ist die Ausnahme.
Was bei allen acht dabei ist
Alle acht Rechner haben eine 1-TB-SSD (die eingebaute schnelle Festplatte) und WLAN. Windows 11 ist vorinstalliert, bei fünf Rechnern als Pro-Version und beim Cyberpower als Home-Version. Für Spiele merkst du den Unterschied nicht. Pro bringt vor allem Verschlüsselung und Fernzugriff, die du zum Spielen nicht brauchst. Nicht dabei sind Monitor, Tastatur und Maus. Diese Kosten kommen bei der Planung deines Budgets noch dazu. Eine 1-TB-SSD ist für ein paar große Spiele genug, wird aber mit der Zeit voll.
Die acht Fertig-PCs im Überblick
Die Reihenfolge folgt dem Preis, vom günstigsten zum teuersten Rechner. Die Preise auf den Karten sind die aktuellen Amazon-Preise.
Welcher Rechner zu wem passt
Der Einstieg liegt bei den Rechnern von etwa 1.049 bis 1.129 Euro. Der shinobee mit RTX 5060 und 32 GB Arbeitsspeicher kostet um 1.049 Euro und ist der günstigste Rechner mit Ryzen 7 5700X in unserer Liste. Die RTX 5060 hat 8 GB Grafikspeicher und ist eine Karte für Full HD, nicht für 1440p mit hohen Texturen. Der GameMachines Cube mit RX 9060 liegt bei 1.069 Euro, nennt aber den Grafikspeicher nicht. Dort musst du vor dem Kauf nachfragen. Der Aurum für etwa 1.129 Euro hat die Intel Arc B580 mit 12 GB und ist für diesen Preis die Wahl, wenn Grafikspeicher zählt.
In der Mitte, um 1.230 bis 1.299 Euro, liegen die Rechner mit Nvidia. Der SYSTEMTREFF mit RTX 5060 kostet 1.230 Euro und nennt 8 GB, der Greed MK2 mit RTX 5060 Ti 1.249 Euro, aber nur 16 GB Arbeitsspeicher und keine Speichergröße der Karte. Der Evolv mit RTX 5060 Ti und 32 GB kostet 1.299 Euro, nennt die Speichergröße der Karte aber auch nicht. In dieser Mitte lohnt es sich, bei den Rechnern ohne Speicherangabe nachzufragen, bevor du sie mit den anderen vergleichst.
Am oberen Ende liegt der SYSTEMTREFF mit RTX 5060 Ti und 8 GB für 1.365 Euro. Er kostet etwa 236 Euro mehr als der Aurum mit Arc B580. Dafür bekommst du eine Nvidia-Karte mit 32 GB Arbeitsspeicher und einem Titel, in dem alle Angaben stehen. Das ist die Wahl, wenn du bei Nvidia bleiben willst und nicht raten möchtest. Für 1440p mit hohen Texturen ist die 8-GB-Variante allerdings die Grenze.
Was du mit diesen Rechnern spielen kannst
Alle acht Rechner sind für Full HD gebaut. In 1080p laufen aktuelle Spiele auf hohen Einstellungen, ältere und Online-Spiele auf maximalen Einstellungen. Für WQHD (1440p) brauchst du mehr Grafikspeicher. Mit 12 GB auf dem Aurum oder 16 GB auf einer Ti-Variante kommst du in Einstiegs-1440p, mit 8 GB schaltest du bei neuen Spielen die Texturen eine Stufe zurück. Das ist kein Mangel des Rechners, sondern die Klasse der Karte. Wenn du später einen 1440p-Monitor kaufen willst, plane den Grafikspeicher also jetzt mit ein.
Wann ein günstiger Fertig-PC eine schlechte Idee ist
High End im Titel, 2019 im Prozessor
Für 999 Euro gibt es einen Rechner mit dem Namen High End Gaming PC und einem Ryzen 9 3900. Der Prozessor hat zwölf Kerne, stammt aber aus dem Jahr 2019 und ist langsamer als der Ryzen 7 5700X, wenn es um Spiele geht. Der 5700X-Rechner mit derselben RTX 5060 kostet nur etwa 50 Euro mehr. Das ist das bessere Geld.
Ein Zusatz, der in keiner Preisliste steht: Wenn dir der Rechner gefällt, aber du ihn später aufrüsten willst, ist er in dieser Klasse eher eine Sackgasse. Für den letzten Schritt auf AM4 gibt es den Ryzen 7 5800X3D. Warum das nur in bestimmten Fällen sinnvoll ist, erklärt Ryzen 7 5800X3D auf AM4. Wer von Anfang an eine Plattform mit Zukunft will, geht in die nächste Preisstufe.
Die nächste Stufe: AM5 mit 32 GB DDR5
Gehst du etwas über 1.500 Euro, wird es für AM5 und 32 GB sinnvoll. Der SYSTEMTREFF mit Ryzen 5 7500F, RTX 5060 Ti und 32 GB DDR5 kostet um 1.595 Euro, also etwa 306 Euro mehr als der Cyberpower Wyvern. Dafür bekommst du doppelt so viel Arbeitsspeicher, eine aktuelle Plattform und weiter die RTX 5060 Ti mit 8 GB. Der Prozessor hat sechs statt acht Kerne, für Spiele ist das heute meist ausreichend. Das ist der Schritt, den wir empfehlen, wenn du den Rechner länger behalten und später aufrüsten willst.
Wann Selbstbauen die bessere Wahl bleibt
Wenn du Gehäuse, Netzteil und Arbeitsspeicher selbst bestimmen willst, bist du mit einem Selbstbau flexibler. Ein Fertig-PC spart dir Zeit und gibt dir Garantie aus einer Hand. Ein Selbstbau lässt dich die Plattform wählen. Passende Zusammenstellungen findest du in Bester Gaming-PC. Entscheidest du dich für einen Fertig-PC, lohnt sich vor der Bestellung ein Blick auf die Angaben in der Tabelle oben.
Fazit
Wenn der Grafikspeicher zählt, nimm den Aurum mit Arc B580 um 1.129 Euro. Willst du Nvidia, nimm den SYSTEMTREFF mit RTX 5060 Ti um 1.365 Euro, weil dort alles im Titel steht. Willst du AM5 und eine längere Lebensdauer, sieh dir den Cyberpower Wyvern um 1.289 Euro an oder gib etwa 306 Euro mehr für 32 GB DDR5 aus. Bei Angeboten ohne Speichergröße auf der Grafikkarte frag nach, bevor du bestellst.
Häufig gestellte Fragen
Reichen 1.500 Euro für einen guten Fertig-Gaming-PC?▼
Für Full HD ja. Rechner mit RTX 5060, RTX 5060 Ti oder Intel Arc B580 spielen aktuelle Titel in 1080p auf hohen Einstellungen. Für WQHD brauchst du mehr Grafikspeicher, also die 12-GB-Karte oder die 16-GB-Variante der Ti.
Sind 8 GB Grafikspeicher 2026 noch genug?▼
Für Full HD in den meisten Spielen ja, für WQHD mit hohen Texturen knapp. Bei neuen Titeln musst du die Texturen oft eine Stufe zurückstellen. Wer lange auf einem Rechner spielen will, nimmt 12 oder 16 GB.
Ist ein Fertig-PC mit AM4 noch sinnvoll?▼
Ja, wenn du den Rechner so nutzt, wie er ist. Der Ryzen 7 5700X reicht für Spiele in Full HD gut. Aufrüsten kannst du nur bis zum Ryzen 7 5800X3D. Wer eine aktuelle Plattform will, wählt einen AM5-Rechner mit DDR5.
Ist die Intel Arc B580 im Fertig-PC eine gute Wahl?▼
Sie bietet 12 GB Grafikspeicher zu einem niedrigen Preis. Sie reagiert in Tests stärker auf die Prozessor-Leistung als Nvidia-Karten. Ein stärkerer Prozessor als der Core i5-12400F hilft ihr, kostet im Fertig-PC aber schnell deutlich mehr.
Fertig-PC oder selbst bauen?▼
Ein Fertig-PC spart dir Zeit und gibt dir eine Garantie aus einer Hand. Ein Selbstbau lässt dich die Plattform, das Netzteil und das Gehäuse selbst wählen. Wenn dir Letzteres wichtig ist, bau selbst.
Wenn du die Teile lieber selbst wählst und dabei die Plattform bestimmst, stellst du deinen Rechner im Konfigurator zusammen.
PC im Konfigurator zusammenstellen











