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PC für Videobearbeitung zusammenstellen: Premiere, DaVinci, After Effects (2026)

Schnitt, Color Grading, Effekte – die optimale Hardware für jedes Video-Budget

Videobearbeitungs-Setup mit Timeline und Monitoren
C
Configury Team
9.2.2026
1 Min. Lesezeit
1 Aufrufe

Videobearbeitung ist eine der anspruchsvollsten Aufgaben für einen PC. 4K-Timeline scrubben, Color Grading, Effekte rendern, Export – all das fordert CPU, GPU, RAM und Speicher gleichzeitig. In diesem Guide zeigen wir dir die optimale Hardware für Videobearbeitung, aufgeteilt nach Budget und Software (Premiere Pro, DaVinci Resolve, After Effects).

Was braucht Videobearbeitung von der Hardware?

Hardware-Anforderungen nach Aufgabe
AufgabeWichtigste KomponenteWarum
Timeline scrubbenCPU + RAM + SSDVorschau-Rendering braucht schnelle Datenverarbeitung
Export / RenderCPU (H.264) oder GPU (H.265/AV1)Encoding ist CPU-intensiv, GPU beschleunigt bei bestimmten Codecs
Color GradingGPU (VRAM)Farbberechnungen laufen auf der GPU
After EffectsCPU + RAMRAM-hungrig (Disk Cache), Single-Thread lastig
DaVinci ResolveGPU (CUDA/OpenCL)GPU-beschleunigt, profitiert stark von VRAM
Premiere ProCPU + GPU (Mercury Engine)Balanced, nutzt beides

CPU: Viele Kerne = Schnellerer Export

Für Videobearbeitung willst du viele Kerne UND hohe Taktfrequenz. Beim Export (Rendering) skaliert die Performance fast linear mit der Kernzahl. In der Timeline-Vorschau zählt eher die Single-Thread-Performance. AMDs Ryzen 7/9 bieten 2026 das beste Gesamtpaket für Videobearbeitung.

CPU-Empfehlungen für Videobearbeitung
CPUKerne/ThreadsExport-SpeedPreisFür wen
Ryzen 5 76006C/12TGut170€1080p, einfacher Schnitt
Ryzen 7 9700X8C/16TSehr gut290€1080p/4K, Hobby-Videoprojekte
Ryzen 9 9900X12C/24TExzellent420€4K professionell, After Effects
Ryzen 9 9950X16C/32TMaximum550€4K+ Multi-Stream, Profi-Produktion
Intel i7-14700K20C (8P+12E)/28TExzellent350€Gute Multi-Core Alternative

GPU: VRAM ist entscheidend

Die GPU beschleunigt Effekte, Color Grading und Encoding. Für Videobearbeitung ist VRAM (Video-RAM) besonders wichtig – mehr als die reine Rechenleistung. DaVinci Resolve profitiert am stärksten von der GPU, Premiere Pro nutzt sie für Mercury Playback Engine und Hardware-Encoding.

  • 1080p Schnitt: RTX 4060 (8 GB) reicht völlig (~300€)

  • 4K Schnitt: RTX 4070 (12 GB) oder RTX 4070 Ti Super (16 GB) empfohlen

  • 4K+ / Multi-Layer: RTX 4080 Super (16 GB) oder RTX 4090 (24 GB)

  • DaVinci Resolve: NVIDIA bevorzugt (CUDA). Je mehr VRAM, desto besser

  • Premiere Pro: Nutzt GPU weniger intensiv, 8 GB reichen für die meisten Projekte

RAM: 32 GB Minimum, 64 GB empfohlen

Videobearbeitung ist RAM-hungrig. After Effects allein kann 32 GB+ für seinen RAM-Preview nutzen. Premiere Pro mit 4K-Timeline, Browser, Musik-App und Finder/Explorer offen: 20-25 GB leicht. Unsere Empfehlung: 32 GB als absolutes Minimum, 64 GB für professionelle 4K-Arbeit.

After Effects braucht richtig viel RAM

After Effects nutzt RAM als Disk Cache für die Vorschau. Je mehr RAM, desto mehr Sekunden kannst du in Echtzeit vorschauen. Mit 32 GB hast du ~8-12 Sekunden Cache bei 4K. Mit 64 GB: 20-30 Sekunden. Für After Effects-Heavy Workflows sind 64 GB Pflicht.

Speicher: Schnelle SSDs in großen Mengen

  • System-SSD (NVMe, 1 TB): Windows, Programme, Caches

  • Projekt-SSD (NVMe, 2 TB): Aktive Projekte, Media-Dateien – SCHNELL muss sie sein

  • Archiv (HDD, 4-8 TB): Abgeschlossene Projekte, Raw-Material-Backup

  • Tipp: Trenne System und Projekt auf verschiedene SSDs für maximale Performance

Komplette Konfigurationen nach Budget

Hobby-Videobearbeitung (~1.000€)
KomponenteEmpfehlungPreis ca.
CPURyzen 7 9700X290€
GPURTX 4060 8GB300€
RAM32 GB DDR5-600085€
MainboardMSI MAG B650 Tomahawk WiFi200€
SSD1TB NVMe (System) + 1TB NVMe (Projekt)110€
Netzteil650W 80+ Gold80€
GehäuseCorsair 4000D Airflow80€
Kühlerbe quiet! Dark Rock 455€
**Gesamt****~1.200€**
Professionelle Videobearbeitung (~2.200€)
KomponenteEmpfehlungPreis ca.
CPURyzen 9 9900X (12C/24T)420€
GPURTX 4070 Ti Super 16GB700€
RAM64 GB DDR5-6000 (2×32 GB)160€
MainboardASUS TUF X670E-Plus WiFi280€
SSD1TB NVMe (System) + 2TB NVMe (Projekt) + 4TB HDD260€
Netzteil850W 80+ Gold100€
Gehäusebe quiet! Pure Base 500DX100€
KühlerArctic Liquid Freezer II 28070€
**Gesamt****~2.090€**

Fazit: Investiere in CPU, RAM und Speicher

Für Videobearbeitung ist die Prioritätenreihenfolge anders als für Gaming: CPU > RAM > Speicher > GPU. Eine starke CPU mit vielen Kernen beschleunigt den Export dramatisch, genug RAM ermöglicht flüssiges Arbeiten mit großen Projekten, und schnelle SSDs verhindern Flaschenhälse beim Laden und Schreiben. Die GPU ist wichtig, aber nicht so dominant wie beim Gaming.

Der häufigste Fehler

Viele investieren zu viel in die GPU und zu wenig in RAM und Speicher. Für Premiere Pro ist ein Ryzen 9 + RTX 4060 mit 64 GB RAM besser als ein Ryzen 5 + RTX 4090 mit 16 GB RAM. Die GPU wird beim Schnitt weniger beansprucht als du denkst.


Häufig gestellte Fragen

Mac oder PC für Videobearbeitung?
Beides funktioniert hervorragend. Ein Mac Studio M2 Ultra ist exzellent für Final Cut Pro, aber teuer und nicht erweiterbar. Ein selbst gebauter PC bietet mehr Leistung pro Euro, mehr RAM (bis 128 GB+), mehr Speicher und ist frei erweiterbar. Für Premiere Pro und DaVinci Resolve ist ein PC die flexiblere Wahl.
DaVinci Resolve oder Premiere Pro – was braucht mehr Hardware?
DaVinci Resolve ist GPU-lastiger (braucht mehr VRAM und GPU-Power). Premiere Pro ist CPU-lastiger. After Effects ist RAM-lastiger. Wenn du primär DaVinci nutzt, investiere mehr in die GPU. Für Premiere Pro: Mehr CPU-Kerne.
Kann ich 4K Video mit einem 1000€ PC bearbeiten?
Ja, mit Proxy-Workflow. Du erstellst niedrig aufgelöste Proxies deiner 4K-Clips, schneidest damit flüssig und exportierst am Ende in voller 4K-Qualität. Der Export dauert dann etwas länger, aber das Schnitt-Erlebnis ist flüssig. Ab ~1.500€ kannst du 4K auch nativ flüssig bearbeiten.
Brauche ich eine Quadro/RTX Pro Grafikkarte?
Für 99% der Video-Editoren: Nein. Consumer-GPUs (RTX 4070, 4080) liefern in Premiere Pro und DaVinci Resolve identische Leistung wie die teureren Quadro/RTX Pro Karten. Pro-Karten lohnen sich nur für spezielle 10-Bit Workflows oder wenn du zertifizierte Hardware brauchst.

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